Stories & Tipps

Haus und Gestaltung

Schön wohnen.
Nicht ausstellen.

Was uns beim Einrichten wichtiger war als ein durchgehend abgestimmtes Bild.

Ein Ferienhaus darf auf Fotos gut aussehen. Es sollte vor allem dann funktionieren, wenn die Kamera weggelegt ist.

Skandinavisch kann schnell nach einer Einkaufsliste klingen: helles Holz, ruhige Farben, eine schöne Leuchte. Dagegen haben wir nichts. Nur entsteht daraus noch kein Raum, in dem man gern einen verregneten Nachmittag verbringt.

Beim Lake House war unsere Frage deshalb selten: Passt das perfekt ins Bild? Sondern eher: Würden wir hier selbst bequem sitzen, kochen, schlafen und eine Woche lang unsere Sachen liegen lassen wollen?

Der Blick nach draußen

Weniger zeigen.
Mehr sehen.

Wenn vor dem Fenster ein See liegt, braucht der Raum nicht noch fünf Dinge, die gleichzeitig um Aufmerksamkeit bitten. Wir mögen es, wenn der Blick nach draußen selbstverständlich bleibt. Das heißt nicht, dass innen alles leer sein muss. Es heißt nur, dass nicht jede freie Fläche eine Aufgabe als Dekoration bekommt.

Ruhige Farben helfen dabei. Ebenso Möbel, die an ihrem Platz etwas können: sitzen, abstellen, verstauen. Ein Gegenstand muss nicht ständig erklären, wie besonders er ist. Oft reicht es, wenn man nach zwei Tagen merkt, dass er genau richtig steht.

Der Alltag ist der Test

Ein Haus braucht
Gebrauchsspuren im Kopf.

Wo landet eine Jacke? Wo stellt man morgens die Tasse hin? Reicht der Platz, wenn zwei Menschen gleichzeitig etwas zubereiten? Solche Fragen machen ein Zimmer nicht fotogener. Aber sie entscheiden darüber, ob sich ein Aufenthalt entspannt anfühlt.

Wir haben das Haus nicht als Bühne gedacht, die nach jeder Benutzung sofort wieder aufgebaut werden muss. Man soll ein Buch aufschlagen, etwas kochen und sich ausbreiten dürfen. Eine Einrichtung, die nur unberührt funktioniert, wäre für ein Ferienhaus ziemlich unpraktisch.

Ein Ausflug für Gestaltungsneugierige

Älmhult.
Und dann noch einmal hinsehen.

Wer sich für Wohnen und die Geschichte dahinter interessiert, kann das IKEA Museum in Älmhult besuchen. Es befindet sich im ersten IKEA-Kaufhaus von 1958; das Museum selbst öffnete 2016. Für uns ist das vor allem eine interessante Ergänzung zum Urlaub, kein Pflichttermin für Einrichtungseinkäufe.

Vielleicht schaut man danach etwas genauer hin: Welche Dinge sind wirklich nützlich? Welche Ideen haben lange gehalten? Und was von dem, was heute modern aussieht, würde man auch in zehn Jahren noch gern benutzen? Die besten Antworten darauf liefert am Ende wieder der eigene Alltag.

IKEA Museum: das Museum und seine Geschichte ↗

Unser Fazit

Wir wollten keinen Katalog nachbauen. Wir wollten ein Haus, in dem man gern noch einen Tag länger bleibt.

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